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Während vor 30 Jahren immer mehr Menschen das Land verlassen, täuscht die DDR-Regierung Normalität vor. Die damaligen Berichte des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) dokumentieren den Realitätsverlust der SED-Spitze.


Das Jahr 1989 entwickelt sich zu dem bedeutendsten Umbruchsjahr der Nachkriegszeit Europas. Als exklusiven Vorabdruck ihres Buches gewährt die Literaturwissenschaftlerin und Diplomatin Zsuzsa Breier in vier Beiträgen für den DHM-Blog einen Einblick in die rasanten Entwicklungen in Deutschland und Ungarn vor dreißig Jahren.


Die Rhetorik der Populisten fruchtet bei vielen EU-Bürgern. Ihr Hauptargument ist die vermeintliche Entwurzelung des Menschen in einer globalen Welt – eine Mär. Dennoch sollte die liberale Demokratie nicht in Arroganz verfallen.


Worum es mir geht: 

Grenzgang zwischen Kulturen und Gesellschaften 

Es gibt Worte, die ewig gelten - und gerade deshalb hin und wieder ihren Glanz verlieren. 

Freiheit ist so ein Wort. Sie ist ein Gut, welches sich durch Nichtgebrauch abnutzt, das wusste schon Voltaire (...)

So wundert es nicht, dass Freiheit in Europa zuletzt in der Not der massiven Freiheitsbeschränkung, im Kalten Krieg groß auf die Fahne geschrieben wurde. 

Im von der restlichen Welt abgeriegelten sowjetkommunistischen Ostblock rangierte die Freiheit ganz oben auf der Spitze der Sehnsüchte, bis sie 1989 mit dem Fall des Eisernen Vorhang zur Realität wurde - und gleich ihren Toplisten-Platz räumen musste. 

Was bleibt? Was zählt am Ende? Wie lange erinnern wir uns an die Untaten, wie lange bleiben unsere erfüllten Ideale lebendig? (...)

Die Neugier, ja auch Ungeduld einer Osteuropäerin angesichts der auch zwanzig Jahre später zu spürenden Defizite in der Wahrnehmung, vielleicht auch eine Ignoranz gegenüber der Erfahrung des Ostens gab einen entschiedenen Anstoß zu diesen Ost-West-Gesprächen. 

(Aus: Vorwort zu Freiheit, ach Freiheit... Vereintes Europa - geteiltes Gedächtnis. Hg. von Zsuzsa Breier/Adolf Muschg. Wallstein 2011)


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Kultur

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copyright: Dr. Zsuzsa Breier