Biografie

1963 in Budapest (Ungarn) geboren, verheiratet, fünf Kinder.

Sie hat Germanistik, Slawistik und Kulturwissenschaften an der Eötvös-Loránd-Universität Budapest studiert.

Auf das Studium folgte 1989 ein DAAD-Forschungsaufenthalt an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg.

1991 wurde Breier mit der literaturwissenschaftlichen Dissertation "Die Suche nach dem wirklichen Leben und dem eigentlichen Ich..." zum Werk von Max Frisch promoviert, die Arbeit erschien beim Peter Lang Verlag.

Von 1992 bis 2005 lehrte sie Neuere Deutsche Literatur an der Eötvös-Loránd-Universität in Budapest.

Zwischen 2000-2004 war Breier im diplomatischen Dienst und leitete die Kulturabteilung der ungarischen Botschaft in Berlin.

2003 gründete sie in Berlin die gemeinsame Plattform der zehn neuen EU-Länder, die Gesellschaft zur Förderung der Kultur im erweiterten Europa e.V. / Dialog-Kultur-Europa, deren Vorsitz sie bis zur Auflösung der Gesellschaft, 2011 innehatte. 

2004/2005 initiierte, konzipierte und organisierte Breier das gemeinsame Festival der zehn neuen EU-Länder: das KULTURJAHR der ZEHN.

Zu ihrem publizistischen Schwerpunkt Ost-West-Dialog gab sie 2005 mit Hermann Rudolph zusammen den Europaalmanach heraus.

2010 gab sie mit Adolf Muschg zusammen die Anthologie „Freiheit, ach Freiheit... –  Vereintes Europa, geteiltes Gedächtnis“ beim Wallstein Verlag heraus.

Im Mai 2012 wurde Breier ins Kabinett Bouffier I. berufen, sie diente bis Februar 2014 als Europastaatssekretärin der hessischen Landesregierung. 

Im Herbst 2014 war sie für drei Monate distinguished guest der Stony Brook Universität (NewYork) , sie unterstützte das EuroPoint Projekt des Departments Global History.

2015 war Breier Geschäftsführerin der Handelsblatt Global Edition

Seit 2016 arbeitet sie als freie Autorin

Ihr aktuelles Forschungsthema ist: Das Jahr 1989 in der Bundesrepublik, Ungarn und der DDR


 

Mitgliedschaften, Ehrenamtliches Engagement


Patenschaftsprogramm für geflüchtete unbegleitete Jugendliche in Berlin (seit 2016)

Rotarierin im RC Berlin-Brandenburger Tor (seit 2007)

Mitglied im Ausschuss der Regionen (AdR) Brüssel (2012-2015)

Mitglied im Europäischen Kulturparlament (ECP)  2004 - 2014

Mitglied des Beirats "Ost-West" des Forum Zukunft Berlin der Konrad Adenauer Stiftung 2004-2008

 Stv. Projektleiterin der Themenhalle Europa am 31. Deutschen Evangelischen Kirchentag, 2007

Sachverständige der Enquete-Kommission "Kultur in Deutschland" des Deutschen Bundestags, 2006

Mitglied im Europaausschuss des Deutschen Kulturrats, 2004-2006

Gründerin (2002), Präsidentin (2002-2005), Ehrenpräsidentin (2006-2010) des Kreises der Berliner Kulturdiplomaten 



Publikationen (Auswahl)

 Eigenständige Buchveröffentlichungen

Suche nach dem wirklichen Leben und eigentlichem Ich im Werk von Max Frisch. Bern, Frankfurt, Paris, N.Y., Wien: Lang 1992 (= Europäische Hochschulschriften, Reihe 1 Deutsche Sprache und Literatur; Bd.1327), 171 S


Herausgeberschaft

Freiheit, ach Freiheit... Vereintes Europa - Geteiltes Gedächtnis. Mit Adolf Muschg. Göttingen: Wallstein 2011, 247 S. 

Der Europa-Almanach. Mit Hermann Rudolph. Berlin: Bostelmann & Siebenhaar 2005, 144 S.

Die Erinnerung in der deutschsprachigen Literatur. Symposion der ungarischen Nachwuchsgermanisten. Mit Edit Király und Angelika Thumm. Budapest 1998 (= Budapester Beiträge zur Germanistik 32), 171 S.

Das Germanistische Institut stellt sich vor. Mit Ferenc Szász. Budapest: ELTE 1993 (= Budapester Beiträge zur Germanistik Bd.23), 168 S. 


 

Beiträge in Zeitschriften, Sammelbänden, Festschriften

The Newly Elected European Leadership: Who Will Call the Shots in the Next Five Years? In: Globality Studies Journal (GSJ) Stony Brook University, 2 December 2014

Mission Unaccomplished Yet – The Task of the Incoming European Commission. In: Globality Studies Journal (GSJ) Stony Brook University, 26 October 2014

Fascinosum Kommunismus. In: Freiheit, ach Freiheit... Vereintes Europa - Geteiltes Gedächtnis. Hg. Zsuzsa Breier, Adolf Muschg.  Wallstein 2011, S. 105-110

Entspannung als Ergebnis der europäischen Aufarbeitung? In: Arbeit am europäischen Gedächtnis. Diktaturerfahrung und Demokratieentwicklung. Hg. Volkhard Knigge, Hans-Joachim Veen, Ulrich Mählert, Franz-Josef Schlichting. Wien, Köln, Weimar: Böhlau 2011, S.

Wie lange bleibt das europäische Haus noch ein schiefes Gebäude? In: Die deutsche Vereinigung. Film und Kultur / La reunificación alemana.cine y cultura. Hg.v. Würsig / Ortiz-deUrbina Sobrino. Universidad de Alcalá 2010, S.129-139

Poetologie in Diktatur und Freiheit. Gibt es eine Zäsur durch die Wende in der ungarischen Literatur? In: Europa im Wandel. Literatur, Werte und europäische Identität. Hg. von Michael Braun, Lars Peter Schmidt, Klaus Weigelt. Konrad Adenauer Stiftung 2006, S. 283-296 

Europas Balance zwischen Verengung und Erweiterung. In: Der Europa-Almanach. Hg. von Zsuzsa Breier, Hermann Rudolph. Berlin: Bostelmann & Siebenhaar 2005, S.137-139

A német kulturális külpolitika [German Cultural Foreign Policy] In: Stratégia és kultúra: Kulturális külpolitika az új kihívások tükrében. red. Éger György, Kiss J. László. Budapest: Teleki L. Alapítvány 2004, S.197-217

Zwischen Gewesenem und Gegenwärtigem. Zu Hofmannsthals „Anruf der Ewigkeit“ in Augenblicke in Griechenland. In: Aufbruch in die Moderne. Wechselbeziehungen in der deutschsprachigen Literatur um die Jahrhundertwende im Donauraum. Hg. von Anton Schwob und Zoltán Szendi. München: Verlag Südostdeutsches Kulturwerk 2000,S.9-16

A valóság kép-zelgései. Szemben de háttal. [Ein-Bildungen der Realität. Das Gegenüber mit Rücken am Rücken] In: Filológiai Közlöny 43 (1997), S.38-46

Mensch oder Vieh? Zu Ödön von Horváths Geschichten aus dem Wiener Wald. In: Die Unzulänglichkeit aller philosophischen Engel. Festschrift für Zsuzsa Széll. Hg. Von Imre Kurdi, Péter Zalán. Budapest (=Budapester Beiträge zur Germanistik 28.) 1996, S.79-91

Das Feuer des rechtschaffen-entsetzlichen Kohlhaas. Eine vergleichende Studie zu Heinrich von Kleists Kohlhaas und Péter Hajnóczy`s Heizer. In: Identität und Korrelationen. Zu Fragen der Ideen- und Beziehungsgeschichte. Hg. von Paul Kárpáti und László Tarnói. Berlin, Budapest (=Berliner Beiträge zur Hungarologie 9.) 1996, S.205-219

Opus metaphysikum oder Revolte gegen die sekundäre Welt. In: Ùjraegyesült Németország – egységes irodalom? [Wiedervereintes Deutschland – einheitliche Literatur? ] Helikon, Revue de Littérature Générale et Comparée de L´Académie Hongroise des Sciences.  Budapest 3/1996, S.296-307

Az elbeszélés lehetelenségéröl. [Zu der Unmöglichkeit des Erzählens. Zu Peter Bichsels Zur Stadt Paris]. In: Nagyvilág 5 (1994), S.490-494

Bün és testiség avagy “ a rejtett emberi”. Thomas Mann Faustus regényének nőalakjai. [Sünde und Körperlichkeit oder Das verborgene Menschliche. Die Frauengestalten in Thomas Manns Faustus Roman] In: Filológiai Közlöny. Jg.XL, Nr.2 (1994), S.81-93

Rücken und Gesichter in Botho Strauß` Trilogie des Wiedersehens. In: Jahrbuch der ungarischen Germanistik 1993. Hg. von Antal Mádl und Hans-Werner Gottschalk. Bonn: Gesellschaft Ungarischer Germanisten – Budapest: DAAD 1993, S.21-32

Der überwältigende Sehblitz und die Dunkelheit. Literatur ohne Geschichten? Zu Paul Nizon: Im Bauch des Wals. In: Im Zeichen der ungeteilten Philologie. Hg. von  Peter Bassola, Regine Hessky und László Tarnói. Budapest (=Budapester Beiträge zur Germanistik 24.) 1993, S.51-71 

Die ungarndeutsche Literatur und ihr Publikum. In: Ungarndeutsche Literatur der 70er und 80er Jahre. München: Südostdeutsches Kulturwerk – Budapest: Verband ungarndeutscher Autoren 1991, S.176-182


 

Essays, Artikel, Rundfunkbeiträge

Ungarn bleibt demokratisch. Handelsblatt 04.01.2011

Fremdenfeindlich? Ungarn ist besser als sein Ruf. Die Welt / Welt online 17.08.2010

Wie Linke die Konservativen zu Rassisten stempeln. Handelsblatt 29.04.2010

Der Vorhang geht auf. Das Ende der Diktaturen in Osteuropa. zur debatte. Themen der Katholischen Akademie in Bayern. 2010/1, S.8-9

Che auf Giselle Bündchens Bikini. Die Welt / Berliner Morgenpost / Die Welt 24.06.2008

Trügerisches Rot. Die Welt / Berliner Morgenpost 20.03.2008  / Der Mauerfall war ein Fest der Menschenwürde. Welt online 19.03.2008

Der Lügner als Saubermann. Ungarische Grabenkämpfe. Gastkommentar In: Die Welt. 30 September 2006

Europas „schöner Genius“ – Was Heinrich Heine, der Kommunismus und der Karikaturenstreit mit den Grenzen Europas Freiheit zu tun haben. In: Resonanzen. WDR3, 17.02.2006

Geschichtswissenschaft im heutigen Ungarn - 60 Jahre nach Kriegsende. In: Tageszeichen. WDR3, 04.05.2005

Neue Spieler. Kulturnetzwerk Europa. In: ifa – Zeitschrift für Kulturaustausch.1/2005, 6

Das Kulturjahr der Zehn. Eine Plattform für die Beitrittsländer. In: politik und kultur. Zeitung des Deutschen Kulturrates. Nr.03/04  Mai-Juni 2004, 12

Kulturpolitik in Ungarn. Traditionslinien kultureller Identität. In: politik und kultur. Zeitung des Deutschen Kulturrates. Nr.03/04  Mai-Juni 2004, 17

Odú és labirintus Dürrenmatt és Kafka müveiben. [Versteck und Labyrinth bei Dürrenmatt und Kafka]. In: Èlet és Irodalom 1997

Ithaka és a senkiföldje: a Botho Straußi utópia. [Ithaka und das Niemandsland. Zu der Straußchen Utopie]. In: Élet és Irodalom. Budapest XLI, Nr. 13, 1997, 6

Lélek-zö költészet: Paul Nizon élet-képei. [Atmende Poesie: Zu den Lebensbildern von Paul Nizon.] In: Élet és Irodalom Budapest XL, Nr. 37. 1996, 9

Késsel a csigaház ellen. Peter Turrini megszelidült radikalizmusa. [Mit dem Messer gegen das Schneckenhaus. Peter Turrinis gesänftigter Radikalismus.] In: Élet és Irodalom Budapest XL, Nr. 49, 1996, 9

Prinzip Hoffnung. Zu Valéria Kochs Gedichtband „Sub rosa“. In: Signale. Budapest. Jg.7 (1990), 15

Die ungarndeutsche Literatur und ihr Publikum. (Teildr.) In: Signale. Budapest. Jg.5 (1988), 5-6

Wie ist das Interesse für Literatur? In: Neue Zeitung. Budapest. Jg.42 (1987), 6


 

Übersetzungen aus dem Deutschen ins Ungarische 

U.a. Peter Turrini, Paul Nizon, Peter Bichsel, Eveline Hasler u.a. In: Élet és Irodalom, Magyar Lettre Internationale